Leistungsbewertung

Die individualisierten Formen des Lernens an unserer  Montessori Oberschule machen verschiedene Formen der Leistungsermittlung und -bewertung erforderlich. Von einem pädagogischen Verständnis von Leistung ausgehend ist es uns wichtig, neben den gängigen Formen der summativen Leistungsüberprüfung vor allem formative Formen der Leistungsrückmeldung (Beobachtungen der Lernenden durch die Lehrkräfte, Lehrer-Schüler-Gespräche, Selbstreflexion der Schüler etc.) zu berücksichtigen. Leistungsbewertungen sollen Lernfortschritte beschreiben und motivieren. Unserer Erfahrung nach wünschen Jugendliche sich Vergleichbarkeit in der Leistungsbewertung durch Noten.

Der Berücksichtigung der Individualität tragen wir in der Vielfalt der möglichen Leistungserhebungen Rechnung. Bei den Formen der Leistungsermittlung sind mündliche, schriftliche sowie praktische Leistungen zu nennen. Dazu zählen etwa Präsentationen, Vorträge, Arbeitsprozesse und Ergebnisse von Projekt- und Gruppenarbeiten und verschiedene Schülerprodukte. Schriftliche Arbeiten  im Lerngruppenverband (Klassenarbeiten) sowie die „große Arbeit“ (Facharbeit) in der 9. Jahrgangsstufe finden entsprechend der VV Sek I statt. So führt jede Lehrperson in der Studienzeit auf der Grundlage von Beobachtungen individuelle Aufzeichnungen über das Lern- und Arbeitsverhalten jedes Schülers. Die Ergebnisse der Studienzeit werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst und ebenfalls mit einer Note honoriert.

Halbjährlich finden individuelle Beratungsgespräche, sogenannte Bilanzgespräche (Kl.7/8) bzw. Perspektivgespräche (Kl.9/10) mit dem Jugendlichen und seinen Eltern statt. In ihnen wird die Entwicklung des Schülers ausführlich besprochen und ggf. Maßnahmen oder Zielvorhaben vereinbart. Darüber hinaus sind diese Gespräche wichtige Instrumente der Selbstevaluation der Schule, die es ermöglichen auch konkrete Rückmeldung über den Unterricht oder schulorganisatorische Probleme zu erlangen und zeitnah zu reagieren.